Bericht zu "Verwandlung":
Wie viele andere TänzerInnen war ich der Einladung von Friedel Kloke-Eibl
nach Rothenburg zu den Filmaufnahmen für den Zyklus Verwandlung gefolgt. Wir
hatten nach einer kurzen Einführung am Abend den ganzen nächsten Tag, um uns
vorzubereiten - die Tänze aufzufrischen und die Choreographien zu
erarbeiten.
Dann folgten die zwei Filmtage:
Der Zeitplan war sehr dicht, sodass sich an diesen Tagen jede(r) einzelne
auf den Tag einstimmen musste.
Konzentrierte Arbeit im Kreis, aufmerksames – manchmal minutenlanges -
Stehen, bis alle Kameraeinstellungen fertig waren. Im Tanzen große innere
Sammlung, um „Fehler“ und damit verbundene Neuaufnahmen zu vermeiden. Es
galt, ganz bei sich zu bleiben, aber auch bei den NachbarInnen, dem Kreis,
um ein schönes Ganzes zu erreichen. Diese hochkonzentrierte Arbeit, dieses
Miteinander war für mich ein wunderbares Erlebnis, auch das Zusehen und die
gegenseitigen ermutigenden Korrekturen. Wir reichten einander die Hände,
bewegten uns gemeinsam um die Mitte und formten so immer wieder zusammen ein
Ganzes. Lebensaufgaben, die wir beim Tanzen einüben, um sie im Alltag
anwenden zu können - ein lebenslanger Übungsauftrag. Wir dürfen dies im
Tanzen immer wieder üben, um dann und wann oft nur für einen Augenblick
verwandelt zu werden.
Damit Ver-Wandlung gelingen kann bedarf es - wie in Piktor´s Geschichte -
des eigenen Reifen und Erkennen, aber auch der Achtsamkeit und
Aufmerksamkeit des gegenüberstehenden Du, um ein neues Ganzes gestalten zu
können. Diese Geschichte begleitet mich wieder seit dem Sommer, alleine
dafür bin ich dankbar an diesem Tanzzyklus mitgewirkt zu haben.
Eva Böhm
Bild: Michael Schilhansl
Bericht zu "Piktors Verwandlungen" und "Engelwirken" von Friedel Kloke-Eibl
Es war beglückend, dass so viele Tänzerinnen und Tänzer bereit waren, am
Tanzzyklus "Piktors VERWANDLUNGEN" und an dem Tanzritual "ENGELWIRKEN" mitzuarbeiten.
Aus Erfahrung wusste ich - im Gegensatz zu manchen "Film-Unerfahrenen" - wie
intensiv die Tänze geübt und wie oft die Choreographien wiederholt werden
müssen, will man ein zufriedenstellendes Resultat erzielen. Während dieser
für alle Beteiligten - einschließlich des jungen, altbewährten Filmteams,
unter Leitung von Michael Schilhansl - sehr anstrengenden und
arbeitsintensiven Tage setzte eine jede, ein jeder alles daran, in einem
harmonischen Miteinander das Ganze zu gestalten.
Friedel Kloke-Eibl

Bild: Michael Schilhansl
|

Getanzte Mandalas:
DVD 45,-- Euro VHS- oder NTSC Kassette 22,50 Euro

Meditation des Tanzes:
DVD 45,-- Euro VHS-Kassette 22,50 Euro
Auszüge aus der DVD

Rezensionen zum Videofilm „Meditation des
Tanzes – Sacred Dance“
Tänze und Choreographien von Friedel Kloke-Eibl
 |
|
 |
|
| Foto: Michael Schilhansl |
|
Foto: Michael Schilhansl |
|
| |
|
 |
|
| Foto: Michael Schilhansl |
|
Kaum war das erste Videoprojekt „Getanzte Mandalas“ von
Friedel Kloke-Eibl veröffentlicht und hatte bei Tänzerinnen,
Tänzern und Betrachtern viel Begeisterung und Freude ausgelöst,
träumte die Choreographin schon von einem weiteren Video Projekt.
Diesmal sollte nicht so sehr der „Mandala Charakter“ der
Tänze im Mittelpunkt stehen, sondern der tänzerische
Aspekt und dessen Aussage.
Man verzichtete also diesmal auf große Kulisse und tanzte
auf „den Brettern, die die Welt bedeuten“. Eine einfache
Bühne, ganz in Dunkel gehalten, bot die beste Vorraussetzung,
dass sich die Tänze ganz entfalten konnten. Sehr sorgfältig
waren die Bilder von Friedrich Bruns (Maler) und Konrad Götz
(Fotograf), die zu jedem Tanz auf den Hintergrund der Bühne
projiziert wurden, ausgewählt. Sie harmonieren mit der jeweiligen
Musik und Choreographie, ja sie unterstreichen den Charakter und
die Aussage des Tanzes aufs beste. Sparsam und treffsicher sind
die Texte und Gedichte (Isabella Schneider und R. M. Rilke) ausgesucht,
die den einen oder anderen Tanz thematisch vorbereiten und ihm
eine weitere Farbnuance hinzufügen. So ist auch für den
Zuschauer, der die Tänze und unsere Arbeit nicht kennt, ein
vertiefendes Betrachten möglich.
Wohlbedacht ist die Gesamtchoreographie. Zu Beginn wird im Tanz „Schöpfung“ sehr
eindrücklich ein sich entfaltender tanzender Kosmos sichtbar,
der sich verdichtet und in drehenden Wirbeln quasi als Universum
ausdehnt, mit einem anderen Kreis verbindet, um dann wieder zur
Einheit zurück zu schwingen. Steht das Wort, der Klang als
Schöpfungsimpuls am Anfang „My melodie, infinitly resonating....“ ,
so bezeugt am Ende des Films der Tanz „Lichtträgerinnen“ das
Licht. Es kündet vom anderen Aspekt des göttlichen Geistes,
der durch alle Universen schwingt und diese erleuchtet. Ein
Prozess fortwährender Schöpfung, der durch Ton und Licht
uns Tänzerinnen bewegt, wird sichtbar.
Diese beiden Tänze werden begleitet bzw. eingerahmt von jeweils
einem getanzten Gebet. Die Tänzerinnen und Tänzer treten
- ganz in Schwarz gekleidet - zurück. Allein die Gebärde,
sich aus dem Dunkel entfaltend, zählt. Wie in einem gregorianischen
Gesang der Vorsänger hineinführt ins gemeinsame Gebet,
wird beim Tanz „Ewige Gegenwart“ die Gebärde kurz
eingeblendet, getanzt von der „prima inter pares“ .
Der Kreis stimmt ein in die Gebärde: „Deus meus, adiuva
me! Deus meus“
Im anderen Gebet „Garuda“ führt das Erkennen
im Geiste weit über das irdische Begreifen-Wollen hinaus.
Zwischen Exposition und Abschluss breitet sich eine reiche
Vielfalt an Tänzen aus, die überwiegend von der Liebe
zum Leben erzählen, z.B. ‚Milagre’ (Warten
auf das Wunder der Liebe) tanzt man facettenreich - alleine, pendelnd,
sich wendend - und letztlich aus der eigenen Tiefe schöpfend.
Ein anderer Tanz „Umfange mich“ hat das Verwobensein,
sich um einander drehend, voll Sehnsucht nach Nähe, zum Thema. „Et
Dodim Kala“ (= „A moment of love“) bringt es
auf den Punkt; teils getroffen wie vom Pfeil Amors dann in engen
Wirbeln drehend, und wieder im weichen ewigen Kreislauf des Augenblicks
schwingend, werden immer neue Aspekte der Liebe gestaltet. Mit
einfachen Mitteln aber von Meisterhand choreographiert wird in
jedem Tanz eine andere Qualität unseres Lebens und Liebens
sichtbar, so dass wir Laientänzerinnen und -tänzer
in der Lage sind, die kleinen Kunstwerke zu tanzen. Während
der Aufzeichnung gaben wir uns so konzentriert der Musik und
dem Tanz hin, dass unser Augenmerk manchmal zu sehr nach innen
gerichtet und zu wenig auf Außenwirkung bedacht war. Ein
Hinweis von Seiten der Regie über Lautsprecher, wir dürften
auch lächeln, führte uns auf die Bühne, die
Darstellung und zum Projekt zurück.
Durch die Kamera von oben aufgenommen, erscheint „Tanz der
Frauen“ wie durch ein Kaleidoskop betrachtet, als sich ständig
verwandelnde geometrisches Muster. Sterne, Acht-Ecke die zu Fünf-Ecken
verschmelzen und in immer wieder neue Formen hineinwachsen. Ein
ganz anderer Aspekt der Vielseitigkeit von Friedel Kloke-Eibls
Schaffen wird in diesem Tanz sichtbar.
Ein Glücksfall dieser Aufzeichnung ist jedoch, dass sich
die Qualität und Aussagekraft der Tänze auch für
den mit der „Meditation des Tanzes“ nicht vertrauten
Betrachter erschließt. So kann Freude und Leichtigkeit, Heiterkeit
aber auch Intensität, ja einfach der Funke überspringen
und vielleicht Neugier auf eigene Erfahrungen mit Tanz wecken.
Ein didaktischer Teil ist diesem Video nicht zugefügt, sind
diese Tänze doch zu anspruchsvoll, um sie quasi vom Video
herunterzuladen. Nein, sie sind kleine Miniaturen aber auch ein
gelungenes Dokument eines langen gemeinsamen Weges von Choreographin,
Tänzerinnen und Tänzern.
Linde Steyer
„Es ist, als formten die Schönheit von Tanz, Bild, Musik
und Wort den tiefsten Traum der Stille“
Auf seiner Pilgerreise durch das Leben, immer mit einer nicht
zu benennenden, brennenden Sehnsucht im Herzen begegnet der Mensch
unvorhergesehen heiligen Orten, die die Seele ergreifen, weiten
und bereichern:
In dem Video „Meditation des Tanzes - Sacred Dance“ führt
uns das jeweils vor den Tanz gestellte Bild an so einen unvorhergesehen
heiligen Ort, lässt den Betrachter eine tiefe Ruhe und Geborgenheit
erfahren, während eine „heilige“ Stille aus dem
Bild in den Raum hinausströmt. Und dann? Es ist, „als öffne
sich über den Klang des Wortes, der Musik und der Stille hinaus
eine verborgene Tür in der Zeit, um für einen Moment
ins Ewige hinüber zu greifen und vor dem Hintergrund der Reglosigkeit
Tänzer und Tänzerinnen wahrzunehmen, die diese geschaffene
Atmosphäre als Gesamtbild in ihren Tanz hineintragen. Es ist,
als formten die Schönheit von Tanz, Bild, Musik und Wort den
tiefsten Traum der Stille.“ (nach O`Donohue)
Die Seele gestaltet alles, was sie ergreift und formt, so schön
wie irgend möglich“ (Plotin). Es sind die von Friedel
Kloke-Eibl geschaffenen und getanzten Choreographien, die diese
Schönheit erkennen lassen und Inhalt dieses Videos sind. Musik,
Schritte und Gebärden sind individuell erfahrbar - jedoch
im großen Ganzen identisch und ununterscheidbar. Die Gebärde,
mit ihrer eigenen Symbolik verknüpft, vollendet sich innerhalb
des Tanzes im Einklang mit der Musik. Schönheit der Gebärde
und Schönheit des Tanzes, eingebettet in die künstlerisch
gestalteten elementaren Bilder des Universums von Friedrich Bruns
(Maler) und Konrad Götz (Fotograf), entführen den Betrachter
in eine andere Dimension: Alles findet seine Gestaltung und Ordnung
in Raum und Zeit, sich einem höheren Prinzip unterwerfend:
Tanz, Gebärde, Farben, der bebilderte Hintergrund, Musik,
Wort und die Tänzerinnen und Tänzer dieses Videos.
Das Video „Meditation des Tanzes - Sacred Dance“ gewährt
dem Betrachter mehr als nur einen Einblick in die Arbeit von Friedel
Kloke-Eibl: Es ist , als formten die Schönheit von Tanz, Bild,
Musik und Wort den tiefsten Traum der Stille.
Birgit Müller
…Wir waren hingerissen vom Zauber der kaleidoskop-artigen Bilder und dem tänzerischen Schwung und der Anmut der Tänzer: - Das war also eine prächtige Überraschung.
Prof. Dr. Otto Betz
|